Die Haut, unser größtes Organ spielt als natürliche Schutzbarriere und Kontaktfläche zur Außenwelt eine wesentliche Rolle für unser Immunsystem. So enthält die obere Hautschicht, die Epidermis, enthält eine große Anzahl an Makrophagen. Das sind weiße Blutkörperchen die für die Vernichtung von eingedrungenen Viren, Bakterien und anderen Pathogenen zuständig sind. Die Makrophagen der Haut werden Langerhans-Zellen genannt. Sie befinden sich knapp unterhalb der epidermalen Hautschicht und spielen eine wichtige Rolle bei der Produktion von Kollagen in der Haut und der Wundheilung. Zudem bilden sie einen Schutz gegen Einflüsse von außen wie z. B. Sonnenbrand, alltägliche Belastungen durch Waschmittel, Chemikalien, Gifte, Lösungsmittel und verschiedenste Keime in der Umgebung, also der Zellreparatur nach der Einwirkung von Sonne, Rauch und anderen Umweltbelastungen sowie der Beseitigung und Regeneration von verletzten oder infizierten Hautzellen. Neben den Langerhans-Zellen gehören auch die Keratinozyten zu den immunologisch kompetenten Zellen in der Haut. Beide Zellarten reagieren sehr sensibel auf äußere Einflüsse und werden daher auch selbst leicht durch UV-Bestrahlung in Bezug auf Anzahl und Lebensfähigkeit beeinträchtigt (Immunsuppression).
Beta-Glucan stimuliert Immunzellen der Haut
Eine gesunde, abwehrstarke Haut braucht jedoch eine ausreichende Zahl aktiver Langerhans-Zellen und Keratinozyten. Die Stimulierung dieser Langerhans-Zellen kann durch die orale Einnahme des Wirkstoffes Beta-Glucan unterstützt werden.1,2,3 Beta-Glucan ist ein Kohlenhydrat aus den Zellwänden von Pilzen. Da Beta-Glucan meist aus Hefezellen, die auch probiotisch wirken, synthetisiert werden, kann man Beta-Glucan auch als „Postbiotikum“ bezeichnen, als Teil eines Probiotikums. Dieses aus dem kleinsten Pilz der Welt, dem Hefepilz, stammende Beta-1,3/1,6-Glucan wirkt unmittelbar auf zentrale Schaltstellen unseres Immunsystems, nämlich die Makrophagen, Monozyten, Granulozyten und Killerzellen und versetzt das Immunsystem in einen erhöhten Leistungs- und Funktionszustand. (Wer mehr über Beta-Glucan erfahren möchte, dem empfehlen wir das Buch „Immunwunder Beta-Glucan“ von Dr. Mathias Oldhaver.)
In der Haut unterstützt Hefe-Beta Glucan also, indem es die Langerhans-Zellen stimuliert, damit diese Viren, Bakterien und zellfremdes Material in der Haut phagozytisieren (also fressen) bzw. neutralisieren.
Beta-Glucan mildert Hautschäden
Vor allem bei Hautschäden wie Wunden oder Sonnenbränden ist diese Funktion sehr wichtig, damit eindringende körperfremde Substanzen effektiv bekämpft werden können. Dazu gehören auch über das Sonnenlicht (UV-Strahlen) entstehende freie Radikale, die in der Haut Schädigungen hervorrufen. Durch seine antioxidative Wirkung mildert Beta Glucan auch diese Schädigungen in der Haut ab. Neben der Verbesserung des Immunschutzes der Haut wirkt Beta Glucan somit auch der vorzeitigen Hautalterung entgegen. In Zellkultur-Experimenten konnte nachgewiesen werden, dass Beta-Glucan die Hautzellen vor der Erschöpfung der Antioxidansmoleküle bei UV-A-Bestrahlung schützt und das Wachstum von Keratinozyten fördert. Placebo-kontrollierte Studien mit gesunden Probanden haben zudem gezeigt, dass eine Vorbehandlung der Haut mit Beta Glucan erheblichen Schutz vor Hautschäden durch ein aggressives Reinigungsmittel oder UV-A-Bestrahlung bietet und darüber hinaus die Erneuerungsrate der äußeren Hautschicht, des Stratum corneums, verbessert.4
1 Reis e Sousa C. et al.: Phagocytosis of antigens by Langerhans cells in vitro. J Exp Med. 1993 Aug 1;178(2):509-19.
2 Kenyon, A.J., Michaels, E.B.: Modulation of early cellular events in wound healing in mice. Am J Vet Res. 1983 Feb;44(2):340-3.
3 Portera, C.A. et al.: Effect of macrophage stimulation on collagen biosynthesis in the healing wound. Am Surg. 1997 Feb;63(2):125-31.
4 Zulli, F. et al.: Improving skin function with CM-glucan, a biological response modifier from yeast. Int J Cosmet Sci. 1998 Apr;20(2):79-86. doi: 10.1046/j.1467-2494.1998.171740.x.